Donnerstag, 13. Juli 2017

Ausstellung bei Galerie Widauer, Innsbruck


Teils dokumentierte Ausstellung von
Manuel Gorkiewicz feat. Kerstin Cmelka – Galerie Johann Widauer, Innsbruck
Juni – Sept 2017



(....) "Manuel Gorkiewiczs Postulat ist es, den Objekten des Alltäglichen, ja Banalen die Aura eines Kunstkontexts zu verleihen und sie so zu transformieren und zu autonomen, wahrhaftigen Kunstobjekten zu machen. Ähnliches gilt für den zweiten Raum, wo Kerstin Cmelka auf fast archaisch, intensive Weise die Ursprünge des Performativen evoziert. Der Besucher befindet sich in einer an szenisch theaterhaften Gesamtinstallation. Einem Bühnenbild gleich mit Requisiten erinnern Girlanden an den Wänden, Stills aus einer Perfomance, die Schneiderpuppe mit einem metallisch glitzernden Fransenkleid sowie ein zum Verweilen einladender rosaroter Stoffsack in Form einer Hand vor einer Videowand an Urelemente des Theaters und des Films. Und wenn im Video „The Animals“, hier ein Teaser zu ihrem abendfüllenden Spielfilm, in dem sich die Darsteller und auch die Künstlerin selbst wie in psychogrammatischen Studien nach dem Prinzip des Method Acting durch die Verinnerlichung eigener Erfahrungen auf existenzielle Weise entäußern, dann ist dies die Rückkehr zu den fundamentalen Bedingungen des Films und des Performativen.
Die Werke von Gorkiewicz und Cmelka legen auf ganz unterschiedliche Weise die Kontextualisierung des alltäglichen Objekts einerseits und die eindringliche Einfachheit und Unmittelbarkeit des Körperlichen im Raum. Die requisitenhaften Elemente sind Auslöser für die Reflexion und Transformation des Sichtbaren durch die Besucher der Ausstellung."
aus Gaby Gappmayr: "Manuel Gorkiewicz und Kerstin Cmelka
Über das Tuning des Alltäglichen und das Existenzielle des Performativen" 2017

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